Kristof Georgen

 

 

Kristof Georgen geht unseren kulturellen Prägungen und Praktiken mittels Klang, Sprache und Bild auf den Grund. Zunächst als Musiker tätig, studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit Ende der 1990er Jahre hat Kristof Georgen seine ästhetische Reflektion von der Skulptur auf auditives zeitbasiertes Material, insbesondere Sound wie auch Video und autonome Zeichnungsserien erweitert. Er entwickelt meist ortspezifische Installationen mit unterschiedlichen Medien und Objekten. Im Vordergrund stehen die akustischen und architektonischen Bezüge des Ortes. Thematische Sprach-, Klang- und Geräuschdokumente, die den jeweiligen Ort als kulturellen wie auch sozialen Raum befragen, bilden den Ausgangspunkt seiner Kompositionen, die als Mehrkanal-Einspielung angelegt sind und den Raum umfasssend klanglich neu definieren.
Lineare Zeichnungen entstehen als fortlaufende Serien. Die zeichnerische Vorgehensweise von Kristof Georgen ist konzeptuell und körperhaft zugleich. Dabei machen die meist in monochromem Grau changierenden, oder mit Kugelschreiber gezeichneten farbigen Flächen chiffreartig gleichartige Wiederholungen sichtbar und zeigen einen prozessualen Minimalismus als zeichnerische Verdichtung.